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Abkochgebot für Peine Kernstadt und Telgte aufgehoben!

 

Pressemitteilung von Montag, 12. Oktober 2020
Landkreis Peine

 

Mehrere Proben ohne Befund – strenge Trinkwasserverordnung wieder nachweislich eingehalten

Das Abkochgebot für die Kernstadt Peine und Telgte ist aufgehoben. Es war am 2. Oktober abends vorsorglich ausgesprochen worden, weil Befunde an einer Übergabe zu den Stadtwerken Peine Enterokokken nachgewiesen hatten. „Mehrere Analysen in Folge sowohl in unserem Leitungsnetz wie auch im Stadtnetz zeigen keinerlei Befunde oder Auffälligkeiten mehr. Die strengen Vorgaben der Trinkwasserver­ordnung sind verlässlich eingehalten. Damit kann das vorsorgliche Abkochgebot aufgehoben werden“, sagt Michael Wittemann, Technischer Leiter des Wasserverbands Peine.
 

„Wir danken den Kunden für Ihr Verständnis und Ihre Kooperation“, lobt Wittemann die Reaktion der betroffenen Einwohner. Sie hätten vorbildlich reagiert. Ein weiter wichtiger Faktor war die schnelle und effiziente Zusammenarbeit mit der Gesundheitsbehörde des Landkreises Peine, mit den Stadtwerken Peine sowie den Fachlaboren. „Mit unserer engagierten fachkundigen Zusammenarbeit ist es gelungen, die Trinkwasserversorgung so schnell wie möglich wieder nachweislich sicher in gewohnter Weise herzustellen“, resümiert Wittemann. Das brauche etwas Zeit, allein schon aufgrund der biologischen Prozesse, die für die Bestimmung der Bakterien ablaufen müssen. „Mit bis zu 48 Stunden muss bei mikrobiologischen Untersuchungen gerechnet werden. Genetische Bestimmungen dauern deutlich länger.“

Spülungen haben gewirkt
Der Verband hatte mit den ersten Hinweisen auf eine Verunreinigung bereits ab dem 2. Oktober vorsorglich Netzspülungen aufgenommen, die seitdem für einen entsprechenden Durchfluss gesorgt haben. Zudem habe man ebenfalls vorsorglich den Wasserbehälter Ilsede vom Netz genommen, einmal komplett entleert und optisch inspiziert. Schäden wurden dabei nicht festgestellt. Der Wasserverband Peine hat täglich die fünf Übergabepunkte zur Stadt und seinen Einspeisepunkt bei Ilsede beprobt, ebenso die beiden Wasserwerke, die aber nachweislich zu keiner Zeit eine Verunreinigung aufwiesen. „Bereits die Proben vom 3. und 4. Oktober zeigten an allen fünf Übergabestationen sowie unserem Einspeisepunkt am Behälter keinerlei Auffälligkeiten. Alle strengen Grenzwerte der Trinkwasserverordnung wurden eingehalten. Das hat sich in den weiteren Tagen fortgesetzt – keine auffälligen Befunde. Zur Sicherheit wurde weiter gespült, auch von den Kollegen im Stadtnetz“, so Ingenieur Wittemann weiter. Spülungen sind eine bewährte Maßnahme in der Trinkwasserversorgung. „Das Spülen der Leitung hat auch hier gewirkt.“

 

Das Abkochgebot galt vorsorgliche so lange, bis die Herkunft des Keims durch die genetische Analyse festgestellt worden ist. „Die Frage nach der menschlichen oder tierischen Herkunft dient dazu, mögliche Eintragspfade zu entdecken und auszuschließen“, erläutert Wittemann. Die genetische Analyse lag am Montag vor und deutet auf einen tierischen Ursprung hin. „Als wahrscheinlichste Ursache vermuten wir einen Insekteneintrag am Behälter, der durch die notwendige Be- oder Entlüftung erfolgt ist“, erklärt Wittemann den nun vorliegenden Befund. „Der Behälter wird vorsorglich gereinigt und desinfiziert, bevor er wieder ins Netz eingebunden wird.“


Grenzwert 0 KBE/100 Milliliter für Enterokokken, coliforme Keime und E-coli
Das vorsorgliche Abkochgebot war erlassen worden, weil es an einer Übergabe einen Wert von eins und drei sogenannten koloniebildenden Einheiten (KBE) Enterokokken in einer Beprobung und der Gegenprobe gegeben hatte. Der strenge Grenzwert der Trinkwasserverordnung liegt bei Enterokokken bei 0 KBE je100 Milliliter Trinkwasser. Sobald dieser strenge Grenzwert überschritten ist, müssen das Gesundheitsamt informiert und gemeinsam weitere Schritte zur Sicherung der Trinkwasserqualität abgestimmt werden. Das sei unverzüglich mit dem Befund Enterokokken am 2. Oktober abends noch erfolgt und das Abkochgebot ausgesprochen worden, berichtet der Technische Leiter des Verbands. Da in den Proben, die am 2. Oktober genommen wurden, keine Enterokokken mehr, aber noch ein coliformer Keim an einer Übergabestation nachgewiesen wurde, wurde das Abkochgebot weitergeführt und diese Probe zur genetischen Analyse weitergeleitet. E-coli Bakterien wurden zu keinem Zeitpunkt an einer der Punkte in einer Analyse nachgewiesen.

 

Pressekontakt: Fabian Laaß

Kontaktdaten:
Landkreis Peine
Referat für Kreisentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit
Burgstraße 1 - 31224 Peine
Tel.: +49 5171 401-1105
Fax:  +49 5171 401-7707
E-Mail:  pressebuero@landkreis-peine.de


 

Abkochgebot für Trinkwasser in Kernstadt Peine und Telgte

Pressemitteilung von Freitag, 2. Oktober 2020
Landkreis Peine

 

Bei Routinekontrollen wurde eine mikrobiologische Verunreinigung des Trinkwassers mit Enterokokken festgestellt. Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes wird daher vom Gesundheitsamt des Landkreises Peine ein Abkochgebot für die Kernstadt Peine und Telgte erlassen.

 

Das Leitungswasser nicht direkt trinken!


Wasser, das zum Trinken, zur Zubereitung von Speisen/Getränken oder zum Zähneputzen verwendet wird, muss vor Gebrauch 1 x sprudelnd aufgekocht werden. Lassen Sie das Wasser dann über mindestens 10 Minuten langsam abkühlen. Der Genuss des gekochten Wassers ist unbedenklich.

 

Enterokokken gehören zur Gruppe der Milchsäurebakterien, und sind natürlicherweise im menschlichen Körper anzutreffen. Enterokokken gelten daher als Indikator für fäkal verunreinigtes Wasser und können Infektionskrankheiten auslösen.

 

Weitere Hinweise


Salate unbedingt mit abgekochtem Wasser waschen und zubereiten (das gilt auch für die Zubereitung von Salatsaucen etc.).

 

In normalen Kaffeemaschinen wird das Wasser nicht zum Kochen gebracht. Bitte verwenden Sie abgekochtes Wasser oder brühen Sie Ihren Kaffee von Hand.

 

Falls Sie auf handelsübliches Flaschenwasser ausweichen wollen, bedenken Sie bitte, dass nicht jedes Mineralwasser für die Säuglingsernährung geeignet ist.

 

Für die Körperpflege, also für Waschen, Duschen und Baden und auch für das Waschen der Wäsche und für die Toilettenspülung kann das Leitungswasser ohne Bedenken weiter genutzt werden.

 

Haustiere und Vieh können mit nicht abgekochtem Leitungswasser getränkt werden.

 

Diese vorbeugende Gesundheitsmaßnahme ist so lange aufrecht zu erhalten, bis mehrere Untersuchungen die einwandfreie Beschaffenheit des Trinkwassers bestätigen. Wir werden dann erneut informieren.

 

FAQ Abkochgebot


Kann man seine Lebensmittel mit Leitungswasser abwaschen bzw. zubereiten?
Leitungswasser, das Sie zum Trinken, zur Zubereitung von Speisen/Getränken oder zum Zähneputzen verwenden, muss vor Gebrauch 1 x sprudelnd aufgekocht werden. Lassen Sie das Wasser dann über mindestens 10 Minuten langsam abkühlen. Der Genuss des gekochten Wassers ist unbedenklich.

 

Kann man Babynahrung mit dem Leitungswasser zubereiten?
Leitungswasser, das Sie zur Zubereitung Babynahrung verwenden möchten, muss vor Gebrauch 1 x sprudelnd aufgekocht werden. Lassen Sie das Wasser dann über mindestens 10 Minuten langsam abkühlen. Der Genuss des gekochten Wassers ist unbedenklich.Falls Sie auf handelsübliches Flaschenwasser ausweichen wollen, bedenken Sie bitte, dass nicht jedes Mineralwasser für die Säuglingsernährung geeignet ist.

 

Ich habe meine Speisen bereits zubereitet. Was ist zu beachten?
Gekochte Speisen müssen nicht entsorgt werden. Salate/Gemüse waschen Sie bitte mit abgekochtem Wasser erneut. Eiswürfel, aus nicht abgekochtem Wasser, sollten Sie nicht verwenden.

 

Kann ich meine Waschmaschine und die Spülmaschine bedenkenlos verwenden?
Waschmaschine und Spülmaschine können ohne Bedenken weiter genutzt werden.

 

Kann ich bedenkenlos baden und duschen?
Für die Körperpflege, also für Waschen, Duschen und Baden kann das Leitungswasser ohne Bedenken weiter genutzt werden.

Pressekontakt: Fabian Laaß

Kontaktdaten:
Landkreis Peine
Referat für Kreisentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit
Burgstraße 1 - 31224 Peine
Tel.: +49 5171 401-1105
Fax:  +49 5171 401-7707
E-Mail:  pressebuero@landkreis-peine.de


 

Das Abkochgebot ist ab sofort aufgehoben.

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